Sonnenfinsternis

22.07.2009

Eine totale Sonnenfinsternis zu erleben und dann auch noch die längste des Jahrhunderts, ist immer ein besonderes Ereignis. Welch ein glücklicher Zufall, dass ich zur richtigen Zeit hier in Suzhou bin und dieses Ereignis miterleben konnte. Doch leider machte das Wetter dem Ganzen einen gehörigen Strich durch die Rechnung.

Ich erinnere mich noch an die Sonnenfinsternis im Sommer 1999, die auch in Stuttgart zu sehen war. Auch damals war der Himmel relativ bewölkt, doch kurzzeitig war die Sonne zu sehen. Die Wettervorhersage für heute war allerdings schon alles andere als motivierend und leider sollte sie Recht behalten. Der Himmel ist den ganzen Tag mit Wolken bedeckt; man sah heute Vormittag keine 100 m weit und es regnete was das Zeug hielt.

Von der Sonnenfinsternis war deshalb wenig zu sehen. Es wurde nur pünktlich um 09:35 Uhr für 5 min. dunkel. Da die Straßenbeleuchtung aber angeschaltet worden ist, womit ich nicht gerechnet habe, glich diese Dunkelheit einer ganz normalen Nacht.

Suzhou 2009/07/22 09:41:33, Ende der Sonnenfinsternis

Gestern waren Sebastian und ich extra noch im Auchan, um uns diese Sonnenbrillen zu besorgen, mit denen man gefahrlos die Sonne betrachten kann, denn gestern sah das Wetter auch noch vielversprechender aus. Nachdem wir drei mal den ganzen Auchen rauf und runter durchsucht hatten, kam mir die Idee, beim Infoschalter trotz deren mangelnder Englischkenntnisse nachzufragen. Der dortige Mitarbeiter gab mir auch gleich Stift und Papier und so malte ich munter eine kleine Sonne und eine Brille, um danach die Sonne schwarz auszumalen. Verstanden hatte er das schnell und schrieb daneben “sale out”. Wie sich gezeigt hat, war dies nicht weiter schlimm und trotzdem wäre dieser Stress vermeidbar gewesen.


Tiger Hügel und der Garten des bescheidenen Beamten

21.06.2009

Trotz einem sehr langen und feucht-fröhlichen Freitag abend, an dem ich die Kneipenszene in Suzhou näher kennen gelernt habe, hatte ich mich samstags auf den Weg gemacht, die beiden wohl berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Suzhou endlich zu besichtigen.

Leider war das Wetter nicht ganz auf meiner Seite und kaum war ich aus dem Taxi ausgestiegen, stand ich in einem Wolkenbruch. Davon ließ ich mich aber nicht beeindrucken, schließlich regnete es nach ein paar Minuten auch nur noch leicht. Der Regen brachte leider auch nicht die ersehnte Abkühlung. Die hohe Luftfeuchtigkeit macht die Hitze nur unerträglicher.

Der Tiger Hügel ist ein kleiner Hügel, wohl der einzige weit und breit. Nach einer Überlieferung soll dort der Herrscher von Wu im Jahr 496 v. Chr. mit 3000 Schwertern begraben worden sein. Das Areal umfasst mehrere Pavillons, Hallen und Tore sowie eine Pagode. Diese ist auf dem sandigen Boden auf einer Seite eingesunken, weshalb man sie auch nicht betreten darf.

schiefe Pagode auf dem Tiger Hügel

Weiter gings danach zum 拙政園, der Garten des bescheidenen Beamten, den ich keineswegs bescheiden finde. Der Garten ist sehr schön angelegt, mit vielen Brücken, Seen und Pavillons. Zum Glück sind sogar viele Wege überdacht, so dass der Regen nicht mal störte. In einem der Pavillons nahm ich mir dann die Zeit, endlich mal ein paar Postkarten zu schreiben und heute habe ich sie schon zur Post gebracht.

Der Garten des bescheidenen Beamten


Nächtlicher Spazierung durch SIP (Suzhou Industrial Park)

05.06.2009

So leicht, wie das im vorherigen Post vielleicht erscheinen mag, gebe ich natürlich nicht auf! Es hat ein wenig aufgehört zu regnen, also beschließe ich, mich zu Fuß, mit Kamera und Schirm bewaffnet, auf den Weg zu machen. Er führt mich zunächst zur Bank of China diesmal klappt das Geld abheben auch. Zwar nicht mit der VISA- sondern mit der EC-Karte, denn ein PIN muss eingegeben werden, dafür kann ich aber mit mehreren Anläufen genügend Geld abheben.

Anschließend wandere ich noch ein wenig weiter, Richtung See, von dessen Ufer Laserstrahlen in den Himmel schießen. Ich lasse mich auch nicht beirren, als wieder anfängt zu regnen. Dort komme ich zufällig genau zur richtigen Zeit, denn es startet gerade ein Fontänenspektakel, wie ich es noch nie gesehen habe. Dazu wurde natürlich auch Musik gespielt: neben chinesischen Musicals auch Titel wie StarWars aber auch der deutsche Radetzky-Marsch und der Jägerchor aus dem Freischütz. Insgeamt schienen mir deutsche Titel sogar in der Überzahl.

Die Lasershow im Fontänenspektakel

Feuereffekte im Fontänenspektakel sichtbar dank toller Kamerafunktion

Insgesamt bin ich von diesem Teil der Stadt ausgesprochen begeistert. Ich hätte mir eine chinesische Stadt, von der ich vor meinem Praktikum noch nie etwas gehört hatte, niemals so groß und bombastisch vorgestellt. Hier ist alles einfach nur riesig, die Straßen haben teilweise 4 Spuren, pro Richtung, die Wohnblocks kann man zurecht als Wolkenkratzer bezeichnen und überall wird noch gebaut. Außerdem stehe ich auf die Ampeln, die die Zeit bis zur nächsten Phase in Sekunden anzeigen.

Im Hintergrund die modere Skyline - Das Haus im Vordergrund ist schätzungsweise nicht viel älter

Da ich hier relativ nah am Aquator bin, beginnt die Nacht innerhalb von einer halben Stunde. Dies verschiebt sich innerhalb eines Jahres auch nur um grob eine halbe Stunde. Deshalb ist es hier auch schon um 7 Uhr abends nacht, was ich durchaus bedauere. Die Temeraturen bleiben aber trotzdem ziemlich hoch.


Die Schule, die Arbeit und der Regen

05.06.2009

Bisher wurde ich immer pünktlich um 8 Uhr morgens von lauter, halb klassisch, halb moderner Musik geweckt. Heute habe ich endlich herausgefunden, woher diese Musik kommt. Gleich auf der anderen Seite der Straße ist eine Schule und dort findet zu dieser Musik die Morgengymnastik statt. Bleibt zu hoffen, dass sie nicht auch samstags Schule haben.

Doch jetzt ist schon Freitag Abend und ich gehe schon ein wenig früher von der Arbeit nach Hause. Es lief schließlich gut, ich habe auf einem Entwicklungsboard die beiden LEDs mit einem PWM Signal abhängig von einem Poti am ADC angesteuert. Damit fühl ich mich wieder ganz gut aufgehoben in hardwarenaher C-Programmierung.

Beim Mittagessen heute wurde mir von einem deutschen Kollegen empfohlen, mir ein Fahrrad zuzulegen. Die kosten hier wohl zu um die 50€ und man sieht erstaunlich viele Chinesen mit Fahrrädern und noch mehr mit diesen E-Bikes. Die sehen aus wie Motorroller, aber man hört sie nicht und sie kosten wohl um die 200€. Allerdings habe ich bisher noch keinen Chinesen mit einem Helm gesehen, und das bei diesen chaotischen Verkehrsverhältnissen.Einen Helm werde ich mir aber auf jeden Fall zulegen, schließlich scheint er mir nirgendwo sinnvoller als hier!

Als ich nun aus dem Firmengebäude trete, schlägt mir ein heftiger Regen ins Gesicht. Zum Glück habe ich meinen Schirm bei mir, doch heute abend wolle ich eigentlich die Li Gong Di besuchen. Diese Straße ist Teil des SIP aber laut Karte befinden sich dort das Hofbräuhaus Suzhou und Brüssel’s Schokolandenbar. Außerdem kann ich jeden Abend von meinem Balkon aus Scheinwerferstrahlen von dort sehen. Na ja, bleibt zu hoffen, dass der Regen noch nachlässt.

Bisher wurde ich immer pünktlich um 8 Uhr morgens von lauter, halb klassisch, halb moderner Musik geweckt. Heute habe ich endlich herausgefunden, woher diese Musik kommt. Gleich auf der anderen Seite der Straße ist eine Schule und dort findet zu dieser Musik die Morgengymnastik statt. Bleibt zu hoffen, dass sie nicht auch samstags Schule haben.

Doch jetzt ist schon Freitag Abend und ich gehe schon ein wenig früher von der Arbeit nach Hause. Es lief schließlich gut ich habe auf einem Entwicklungsboard die beiden LEDs mit einem PWM Signal abhängig von einem Poti am ADC angesteuert. Damit fühl ich mich wieder ganz gut aufgehoben in hardwarenaher C-Programmierung.

Beim Mittagessen heute wurde mir empfohlen, mir ein Fahrrad zuzulegen. Die kosten hier wohl zu um die 50€ und man sieht erstaunlich viele Chinesen mit Fahrrädern und noch mehr mit diesen E-Bikes. Die sehen aus wie Motorroller, aber man hört sie nicht und sie kosten wohl um die 200€. Allerdings habe ich bisher noch keinen Chinesen mit einem Helm gesehen, und das bei diesen chaotischen Verkehrsverhältnissen.Einen Helm werde ich mir aber auf jeden Fall zulegen, schließlich scheint er mir nirgendwo sinnvoller als hier!

Als ich nun aus dem Firmengebäude trete, schlägt mir ein heftiger Regen ins Gesicht. Zum Glück habe ich meinen Schirm bei mir, doch heute abend wolle ich eigentlich die Li Gong Di besuchen. Diese Straße ist Teil des SIP aber laut Karte befinden sich dort das Hofbräuhaus Suzhou und Brüssel’s Schokolandenbar. Außerdem kann ich jeden Abend von meinem Balkon aus Scheinwerferstrahlen von dort sehen. Na ja, bleibt zu hoffen, dass der Regen noch nachlässt.


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